University of Minnesota
Center for Holocaust & Genocide Studies
chgs@umn.edu
612-624-0256


CHGS

  • Stanislaw Toegel :
  • Biographie

    Biographie

    Stanislaw Toegel (Biographie)

    Geboren am 20. Juli 1905 in Jaworowo im Regierungsbezirk Lwöw (Lemberg), damals zur K.uK. Monarchie Östereich gehörig).

    Seine Vorfahren stammten aus Schweden. Einer seiner Vorfahren war am Kaiserhof in Wien als Offizier tätig.

    Stanislaw Toegels Vater Emil lebte mit Ehefrau Olga, geb. Freidenberg, in Jaworowo, ca. 40 km nordwestlich von Lwów.

    Stanislaw studierte and absolvierte die Juristische Falkultät der nach König Jan Kazimierz benannten Universität in Lwów. In den 30er Jahren siedelte Toegel nach Karszawa um, wo er eine Beschäftigung im Versicherungswesen aufnahm.

    Als Reserveoffizier nahm er am Krieg 1939 gegen die Deutschen teil and geriet in Gefangenschaft; konnte jedoch später flüchten. Die Zeit der deutschen Besetzung verbrachte er konspirativ in Warszawa.

    Dort nahm er aktiv an der Untergrundbewegung der AK (Armia Krajowa), was Heimatarmee bedeutet teil and war hierbei wahrscheinlich auch an Sabotage and propagandistischen Aktionen beteiligt. Nach nichtoffiziellen Quellen war Toegel der Zeichner jenes weit bekannten and anerkannten Symbols eines Ankers das Zeichen „Kämpfendes Polen". Der Anker hatte in seinem oberen Teil den Buchstaben „P" (für Polen) and im unteren Bereich den Buchstaben „W" (für kämpfendes). Dieses Symbol erschien in vielen polnischen Städten auf den Hauswänden im Frühjahr 1942.

    Toegel war ein begabter Karikaturist,wenn auch nur Autodidakt. In der Lwówer Zeit (Lemberg) war er als Mitarbeiter im Aziennik Polski and Kurier Lwówski  beides angesehene Gazetten tätig; verfaßte FeuilletonBeiträge and gestaltete Karikaturen.

    Nach der Niederschlagung des Warschauer Aufstandes wurde Toegel in ein Straflager nach Göttingen deportiert and mußte Zwangsarbeit in einer Papierfabrik leisten.

    Auch dort betätigte er sich konspirativ and unter seiner Feder entstanden eine Reihe von satirischen Zeichnungen.

    Nach der Befreiung im Frühjahr 1945 kam Toegel nach Osnabrück, wo er im DPLager , wo er sich an der Herausgabe einer Lagerzeitschrift beteiligte.

    Der Verleger Anton Markiewicz veröffentlichte damals einen Zyklus Karikaturen Toegels (Celle 1945/46) unter dem Namen ,,Hitleriada Furiosa" and ,,Hitleriada Macabra".

    Eben diese Arbeiten liegen dem Stadtarchiv Dortmund jetzt vor.

    Nach der Rückführung in die Heimat im Jahre 1947 nahm er seinen Wohnsitz in Bytom. Nur sechs Jahre später starb er dort im Alter von 48 Jahren.